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Ihre Fragen an die Kandidaten

Bürgermeisterwahl Mühltal

Stichwahl in Mühltal am 18. Februar 2024

Die Bürgermeisterkandidaten/in
beantworten die Fragen unserer Leser

Mühltal. Die Mühltaler Bürger stellten ihre Fragen in einer Online-Umfrage, die Bürgermeister-Kandidaten und -Kandidatin hatten die Möglichkeit, diese unabhängig voneinander zu beantworten. Zu zirka 60 unterschiedlichen Themen wurden Fragen  von den Bürgern gestellt. Hier präsentieren wir Ihnen die wichtigsten Fragen und Antworten.

Hier die Antworten der Bürgermeisterkandidaten/in

Wir hoffen, auf diese Weise unseren Lesern und Leserinnen eine zusätzliche Information zur Wahlentscheidung zu geben.

Mühltal. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an die Kandidatin und die Kandidaten, dafür, dass sie sich trotz vieler Wahlkampf-Terminen und Organisationsaufgaben die Zeit dazu genommen haben, diese Fragen zu beantworten und sich, auch wenn es sehr schwer fällt, bei den teilweise komplexen Themen, kurz zu fassen.

Willi Muth, 68 Jahre
amtierender Bürgermeister
parteiunabhängig

Vita Willi Muth

Mein Name ist WILLI MUTH, seit Mai 2018 bin ich der gewählte Bürgermeister von Mühltal. Seit 44 Jahren bin ich mit meiner Frau Ingrid verheiratet. Ich habe 2 Kinder und 5 Enkel. Mein politisches Engagement begann 1993 mit dem Einzug in den Ortsbeirat Nieder-Beerbach. Im Jahr 2001 wurde ich auch in die Gemeindevertretung Mühltals gewählt.
Tätig war ich als langjähriger Ortsvorsteher von Nieder-Beerbach, als Vorsitzender verschiedener Fachausschüsse wie Bau- oder Finanzausschuss, als Fraktions- und Parteivorsitzender. Seit 2021 habe ich zudem ein Mandat im Kreistag. Gemeindepolitik war für mich noch nie eine Last, sondern eine Aufgabe, die ich gerne lösungsorientiert und mit Herzblut annehme.

www.willimuth.de

Dr. Linda Frey, 34 Jahre
Doktorin der Mathematik
Bündnis 90/Die Grünen

Vita Dr. Linda Frey

Beruflich

  • 2008 Abitur in Worms (Mathe, Physik, Englisch)
  • 2011 Bachelor in Mathematik an der Uni Mainz (Nebenfach Informatik)
  • 2012 Master in Mathematik an der ETH Zürich
  • 2018 Promotion in Mathematik an der Uni Basel
  • Bis 2021 Wissenschaftliche Mitarbeiterin Uni Kopenhagen
  • Bis 2023 Wissenschaftliche Mitarbeiterin Uni Göttingen

Gesellschaftlich/Sozial

  • 2014 Heirat und Hauskauf in Mühltal
  • 2016 Gründung Waldkindergarten Traisa
  • 2021 Wahl zur Grünen Parteivorsitzenden und stv. Fraktionsvorsitzenden
  • 2021 Wahl zur Vorsitzenden des Haupt- und Finanzausschusses, stv. Vorsitzenden der Gemeindevertretung und Vertreterin in der ZAW Verbandsversammlung
  • 2023 Aufstellung zur Grünen Bürgermeisterkandidatin

www.linda-frey.de

Niels Starke, 38 Jahre
Industriefachwirt IHK
CDU

Vita Niels Starke

Mühltal ist meine Heimat und hier möchte ich leben und wirken. Vor 21 Jahren habe ich meine Ausbildung bei der DAW in Ober-Ramstadt begonnen, seitdem arbeite ich dort. Ich bin Industriefachwirt und Zusatzaufgaben, wie Ausbilder, Werkfeuerwehrmann und Sicherheitsbeauftragter erweitern meinen Tätigkeit. Seit 12 Jahren setze ich mich in verschiedenen Ämtern für Mühltal ein: so bin ich Ortsvorsteher, CDU-Vorsitzender und war Vorsitzender des Haupt- u. Finanzausschusses. Nun leite ich den Sport-Kultur- u. Sozialausschuss und bin Schiedsmann. Mein klares Ziel ist es, 2024 Ihr Bürgermeister zu werden und gemeinsam mit Ihnen unsere Heimat weiterzuentwickeln.

www.nielsstarke.de

Christoph Zwickler, 60 Jahre
Diplom-Ingenieur
parteiunabhängig

Vita Christoph Zwickler
  • Grundschule Traisa
  • LGG Darmstadt, Schulsprecher
  • TH Darmstadt, Studium Architektur und Städtebau mit Verkehrsplanung, Dipl.Ing.
  • TU München, abgeschlossenes Aufbaustudium Umweltschutztechnik mit Regionalplanung
  • Jeweils mehrere Semester Studium Arbeits- und Wirtschaftswissenschaften, Politikwissenschaft, Theologie und Philosophie (Jesuitenhochschule St. Georgen)
  • Mit 19 Jahren und seither Unternehmer
  • Arbeit bei Rechtsanwälten in Sachsen, Tel Aviv und Zürich sowie als Bauleiter
  • Diverse Verwaltungspraktika
  • Seit 2016 Gemeindevertreter, Fraktionsvorsitzender
  • 2016-2021 Mitglied des Kreistages, stellvertretender Fraktionsvorsitzender
  • Seit 2021 Kreisbeigeordneter, einer der Stellvertreter des Landrates

www.christoph-zwickler.de

Warum möchten Sie Bürgermeister*in werden?

Willi Muth

Weil ich etwas bewegen und Mühltal weiter voranbringen möchte. Mit meiner ehrlichen, konstruktiven, offenen, lösungsorientierten Kommunikation und meiner großen kommunalpolitischen Erfahrung bin ich dieser Aufgabe gewachsen – was ich bereits unter Beweis gestellt habe!

Niels Starke

Mühltal liegt mir am Herzen. Als langjähriges Parlamentsmitglied ist es mir ein großes Anliegen, zukünftig als Bürgermeister dafür zu sorgen, dass die Beschlüsse des Parlaments zügig umgesetzt werden und dass Mühltal weiterhin ein Ort bleibt, in dem man gerne lebt.

Dr. Linda Frey

Fühle mich seit 10 Jahren hier von Herzen zuhause; schöne Natur, engagierte Menschen und lebendige Vereine stärken meine Liebe zu Mühltal. Ziel: soziale und ökologische Gerechtigkeit verbessern, lokale Wirtschaft weiter stärken, Lebensqualität für alle weiter verbessern

Christoph Zwickler

Das Spektrum derjenigen, die kandidieren, wird durch meine Bewerbung erweitert. Das ist gut für die Demokratie. Meine jahrelangen Erfahrungen in der Kommunalpolitik und in der Verwaltung als einer der Stellvertreter des Landrates gebe ich gern nach Mühltal zurück.

Was ist Ihnen eine Herzensangelegenheit, die Sie als Bürgermeister*in als Erstes umsetzen werden, welche Schwerpunkte werden Sie setzen?

Willi Muth

Einen soliden Haushalt aufstellen. Priorisierung der Aufgaben. Sicherung der Trinkwasserversorgung in ganz Mühltal. Weiterer Ausbau der Kinderbetreuung im U3- und Ü3-Bereich. Förderung der Feuerwehren und aller Vereine. Bedarfsgerechten ÖPNV. Naherholung. Klimaschutz.

Niels Starke

Das Rathaus wieder bürgerfreundlicher machen: klare Prozesse, schnelle Antworten auf Anliegen durch Einführung digitaler Akten, elektronischer Formulare und Bezahlformen sowie Schaffung eines Bürgerbüros mit Schnellschalter für kleinere Anliegen – auch ohne Termin.

Dr. Linda Frey

Kinderbetreuung ausbauen; Transparenz und Kommunikation aus dem Rathaus erhöhen und verbessern; Ehrenamt würdigen und unterstützen; Verkehr sinnvoll planen; Investitionsstau abbauen; Arbeitsatmosphäre in der Verwaltung verbessern für Bevölkerung und Personalbindung.

Christoph Zwickler

Meine Schwerpunkte würden darin liegen, all das, was ich aktuell kritisiere, zukünftig besser zu machen. Vermeidbare Kostenexplosionen bei Gemeindebauten darf es zum Beispiel nicht mehr geben, denn das zahlen wir am Ende alle.

Welche persönlichen Fähigkeiten haben Sie, die Ihnen die gute Führung der Gemeindeverwaltung, als Unternehmen mit über 100 Mitarbeiter, möglich machen?

Willi Muth

Meine bisherige erfolgreiche Führung der Gemeindeverwaltung in den letzten 5,5 Jahren. Meine ehrliche und lösungsorientierte Kommunikation. Herausforderungen annehmen, Lösungen ausarbeiten und umsetzen. Stets ein offenes Ohr für die Probleme meiner Mitarbeitenden.

Niels Starke

Meine Stärke: Empathie. Ich stehe für mehr Miteinander, habe immer eine offene Tür und sorge durch Transparenz, Klarheit und Feedback für effektive Strukturen. Industriefachwirt, 21 Jahre Erfahrung aus der freien Wirtschaft, Seminare: Kommunale Finanzen, Baurecht…

Dr. Linda Frey

Führungsverantwortung im Beruf, in Politik (Vorsitz Haupt- und Finanzausschuss) und im Ehrenamt (Waldkindergarten); Belastbarkeit, multitasking, Kommunikationsfähigkeit, Empathie, gute analytische Auffassung, Organisationstalent, Tatkraft, Flexibilität, zukunftsfähig.

Christoph Zwickler

Seit ich 19 bin, betreibe ich eine Schneeräumung. Ich habe früh gelernt, dass es erst einmal darauf ankommt, die Mitarbeiter zu motivieren. Als Bauleiter einer Großbaustelle musste ich viele Dinge gleichzeitig koordinieren. Es hilft sehr, immer zu wissen, worum es geht.

Werden Sie sich als zukünftiger Bürgermeister*in dafür einsetzen, dass die gemeindlichen Steuern wie z.B. Grundsteuer, Gewerbesteuer etc. auf dem derzeitigen Niveau bleiben können?

Willi Muth

Ja!!! Kurz- und mittelfristig ist das die größte Herausforderung für Mühltal. Pflichtaufgaben müssen abgearbeitet und erfüllt werden. Freiwillige Aufgaben sind nur nach Finanzkraft der Gemeinde umsetzbar. Die Liegenschaften und die Infrastruktur haben hier Vorrang.

Niels Starke

Eine Erhöhung der Grund- sowie der Gewerbesteuer gilt es zu vermeiden. Wir sind in der glücklichen Lage, starke Gewerbesteuerzahler zu haben. Gleichzeitig steigen die Abgaben an den Kreis und Kosten für Pflichtaufgaben. Umso wichtiger ist es neue Betriebe anzusiedeln.

Dr. Linda Frey

Ja, ich werde mich für eine Steuerstabilität einsetzen, um die finanzielle Belastung der Bevölkerung und des Gewerbes nicht zu erhöhen.

Christoph Zwickler

Ja. Die Grundsteuer ist heute schon recht hoch, wenn uns auch einige andere Kommunen inzwischen überholt haben. Auch die Gewerbesteuer sollte nicht angefasst werden. Niedrige Sätze bringen oft sogar höhere Einnahmen, weil die Gewinne dann gern hier versteuert werden.

Die Anbindung der kleineren Ortsteile mittels ÖPNV ist an den Wochenenden sehr schlecht. Wie werden Sie dies verbessern?

Willi Muth

In Absprache mit der DADINA die Einsatzzeiten für den ÖPNV den Bedürfnissen der Nutzer anpassen: großer Bus, kleiner Bus oder Shuttle. Überprüfen der Nutzerzahlen der verschiedenen Verkehrsmittel zu den Fahrzeiten. Zusätzliche Mittel sind zurzeit nicht finanzierbar.

Niels Starke

Mühltal soll stärker zusammenwachsen. Ich werde mich für eine umfassendere Taktung des ÖPNV, einen Nachtbus für Mühltal und auch für Mitfahrbänke einsetzen!

Dr. Linda Frey

Ich kenne die Probleme bei der Anbindung der Ortsteile mittels ÖPNV und werde mich engagiert bei der DADINA und der Gemeindevertretung dafür einsetzen, dass die Fahrpläne an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst werden.

Christoph Zwickler

Das Thema habe ich bei der Dadina schon angesprochen, dort bin ich Mitglied in der Verbandsversammlung. Nicht immer wissen die Fahrplangestalter, wo der Schuh konkret drückt. Momentan ist das Geld zwar wieder einmal besonders knapp, aber ich bleibe am Ball.

Was wollen Sie dafür tun, dass Mühltal fahrradfreundlicher wird?

Willi Muth

Weiter daran arbeiten, denn es gibt gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. Autofahrer, Fahrradfahrer, Fußgänger, Mütter mit Kinderwagen, Kinder, eingeschränkte und behinderte Personen mit Rollatoren oder Rollstühlen. Jeder hat das Recht auf seinen Verkehrsraum.

Niels Starke

Ich werde mich für überörtliche Radwege und einen straßenbegleitenden Radweg in Trautheim einsetzen. Ich möchte mehr sichere Abstellmöglichkeiten und Reparaturstationen in den Ortskernen schaffen.

Dr. Linda Frey

Priorisierung im Kreis vorantreiben; bei Hessen Mobil Druck erhöhen; Vernetzung mit Nachbargemeinden für lückenlose innerörtliche und ortsübergreifende Radwege; innerörtliche Fahrradinfrastruktur (Abstellanlagen modernisieren, Straßen anpassen, etc.) selbst ausbauen.

Christoph Zwickler

Die Dinge, die ich als Bürgermeister selbst umsetzen kann, will ich wirklich offen prüfen und angehen. Fahrradstraßen, bessere Radabstellmöglichkeiten, einen Radweg und jetzt eine automatische Ampel für den Radverkehr etwa habe ich schon beantragt, zum Teil erfolgreich.

Welche wesentlichen Aufgaben müssen in Mühltal angegangen werden, um die Kommune zukunftsfähig zu machen?

Willi Muth

Digitalisierung durch Bereitstellung von anwendbaren Programmen im öffentlichen Dienst für Arbeitsprozesse bei Verwaltung und Bürgerservice. Abarbeiten des Investitionsstaus bei Liegenschaften und Infrastruktur. Verkehrslenkung, Umsetzen von Maßnahmen zum Klimaschutz.

Niels Starke

Die Pflichtaufgaben: Schaffung von ausreichend KiTa-Plätzen mit flexiblem Raumkonzept. Sanierung und Ausbau des Wassernetzes. Investitionen in eine krisensichere und zeitgemäße Feuerwehr. Ein digitales serviceorientierteres Rathaus. Klimaneutralität bis 2035.

Dr. Linda Frey

Nachhaltige und soziale Wohnkonzepte; Förderung erneuerbarer Energien; Klimaanpassung (Trinkwasser, Hochwasser, Hitze); Digitalisierung; offenes Rathaus; Demokratie schützen durch mehr politische Beteiligung; Investitionsstau beheben; Freibad erhalten.

Christoph Zwickler

Zunächst einmal müssen die Hausaufgaben gemacht werden. Pflichtaufgaben wie Kinderbetreuung, Feuerwehren und Wasserversorgung, dann das Schwimmbad und die Vereine, alles muss funktionieren. Erst dann kann über mehr geredet werden. Eins nach dem anderen.

Wie schaffen Sie es als Bürgermeister*in, dass auch die Interessen der Kinder und Jugendlichen gehört werden, die nicht zur Wahl gehen können? Wie können Sie sich in diese Zielgruppe hineinfühlen?

Willi Muth

Jede Altersgruppe der Mühltaler Bevölkerung hat ein Anrecht darauf, dass sie zu ihren Forderungen/Problemen angehört, zu den Themen in den Gremien diskutiert wird, Lösungsansätze erarbeitet und umgesetzt werden. Jugend-/Seniorenförderung leisten einen wichtigen Beitrag.

Niels Starke

Ich lebe mein Leben lang schon in Mühltal, besuche viele Veranstaltungen und bin gut vernetzt. Ich stehe mit allen Altersgruppen nicht zuletzt durch die sozialen Medien in direktem Austausch. Ich möchte Regelmäßige Jugendforen ins Leben rufen.

Dr. Linda Frey

Als Mutter von vier Kindern sind mir die Themen nah; Beteiligungsformen gemeinsam mit der Jugendförderung erarbeiten aufgrund aktueller sozialpädagogischer Empfehlungen; direkte Kommunikation mit den Jugendlichen.

Christoph Zwickler

Jede Mühltaler Schulklasse könnte einmal eine Ausschusssitzung der Gemeindevertretung besuchen. Die Themen sollten angemessen sein, die Termine auch. Das Bewusstsein für unsere Demokratie sollte früh kommen. Uns in der Politik kann das zeigen, für wen wir auch da sind.

Welche Maßnahmen beabsichtigen Sie als Bürgermeister*in zur Klimaneutralität der Gemeinde in Gang zu bringen?

Willi Muth

Das Klimaschutzkonzept gibt hier Lösungsansätze vor. Die Gemeinde kann alleine in ihren Liegenschaften keine Klimaneutralität erreichen. Nur durch intensive Zusammenarbeit und Beratung in allen Bereichen, evtl. eine Anschubfinanzierung, ist Energieeinsparung möglich.

Niels Starke

Ich setze auf Anreize und nicht auf Zwang! Zum Beispiel auf Förderung erneuerbarer Energien, Verbesserung der Energieeffizienz in kommunalen Gebäuden, Förderung nachhaltiger Mobilität, Bürgerinformationen und Ausbau von E-Ladestationen sowie Photovoltaik.

Dr. Linda Frey

Umsetzung Klimakonzept unterstützen und vorantreiben; Bevölkerung beraten und informieren über finanziell, ökologisch und praktisch sinnvolle Maßnahmen; Ausbau erneuerbarer Energien; energetische Sanierung gemeindeeigener Liegenschaften.

Christoph Zwickler

Wie bei der Kindererziehung: Mit gutem Beispiel vorangehen. Mehr Sonnenstrom auf den Gebäuden der Gemeinde. Der Nahverkehr ohne eigenes Auto muss attraktiver werden. Druck und Freiheitsbeschränkungen sind schlecht, dann kippt die Stimmung schnell gegen den Klimaschutz.

Wie möchten Sie die Kommunikation (z.B. zur Kinderbetreuung, Parkplatzsituation, Baugebieten, etc.) zwischen Bürgermeister, Verwaltung und Bürgern verbessern?

Willi Muth

Ich arbeite intensiv an diesem Thema, leider können nicht alle Informationen sofort an alle Bürger/innen kommuniziert werden.  Ich rede intensiv mit Investoren, die Verwaltung bereitet die Beschlüsse vor, die Gemeindevertretung beschließt die Umsetzung neuer Baugebiete.

Niels Starke

Als Ortsvorsteher bin ich schon jetzt jederzeit ansprechbar. Betroffene und fachkundige Bürgerinnen und Bürger müssen mehr einbezogen werden, z.B. durch offene Sprechstunden, Bürgerversammlungen, runde-Tische oder regelmäßige öffentliche Informationen.

Dr. Linda Frey

Offene Sprechstunde in allen Ortsteilen und offenes Rathaus; digitale und analoge Kommunikation auf verschiedenen Kanälen; Kommunikation auf Augenhöhe mit den Mitarbeitenden; mehr Bürgerbeteiligung.

Christoph Zwickler

Die nicht geheimen Infos sollten unkompliziert weitergegeben werden, ggf. mit Erläuterungen. Die Verwendung sozialer Netzwerke ist rechtlich umstritten. QR-Codes, die direkt auf die jeweilige Webseite der Gemeinde weisen, könnten helfen, das zeigt meine eigene Webseite.

Wie stehen Sie zur Erhöhung des Entgeltes für Erzieherinnen und Erzieher als vorrangiges Mittel zur Bindung und Akquise von Fachkräften im entsprechenden Bereich?

Willi Muth

Eine Erhöhung der Entgeltgruppe ist nur kurzzeitig ein wirksamer Ansatz zur Bindung von Fachkräften. Eine höhere Eingruppierung ist nach TVöD SuE an schwierige Anforderungen gekoppelt, sonst ist es eine willkürliche Steuerverschwendung. Grundsätzlich keine Ablehnung.

Niels Starke

Eine Entgelterhöhung muss sorgfältig abgewogen werden. Kleinere Gruppen, Konzeptmitgestaltung, Fortbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeitmodelle und eine wertschätzende Arbeitskultur in modernen Räumlichkeiten gehören als Anreize dazu.

Dr. Linda Frey

Gerechte Bezahlung von Erzieher*innen ist wichtig, um Fachkräfte zu halten und zu gewinnen, aber auch andere Maßnahmen sind wichtig: Wertschätzung der Arbeit; anwerben und ausbilden neuer Azubis; offensive Werbung um Fachkräfte gemeinsam mit allen Trägern.

Christoph Zwickler

Vorrangig sollten wir klären, durch welche Faktoren eine Personalbindung überhaupt erfolgt. Wenn sich herausstellt, dass das Personal allein des Geldes wegen nicht nach Mühltal kommt oder uns den Rücken kehrt, dann müssen wir hier nachsteuern und das Entgelt anpassen.

Was wollen Sie tun, um das Kleingewerbe in Mühltal zu stärken bzw. neues wieder anzusiedeln?

Willi Muth

In Mischgebieten ist darauf zu achten, dass nicht alle aufgegebenen Kleingewerbeflächen zu Wohnraumflächen umgewidmet werden. Die Wirtschaftsförderung berät das Kleingewerbe und unterstützt bei Neugründung. Das Einkaufsverhalten entscheidet über Erfolg oder Aufgabe.

Niels Starke

Ich möchte die Kampagne: „Bleibt im Ort und kauft dort!“ ins Leben rufen. Ich möchte Start-Ups für den Standort Mühltal begeistern. Coworking Angebote in Gewerbegebieten weiter ausbauen und lokale Netzwerke unterstützen, sowie eine Mühltal Ausbildungsbörse schaffen.

Dr. Linda Frey

Bedarfe analysieren; Leerstandsmanagement prüfen und gegebenenfalls umsetzen nach Vorbild anderer Kommunen in der Umgebung; mehr Werbung für (Nah-)Tourismus für Gastronomiebetriebe; Digitalisierung als Standortvorteil ausbauen.

Christoph Zwickler

Auch beim Kleingewerbe sind die Standortfaktoren wichtig. Nicht alle setzen auf die gleichen Faktoren. Manchmal sind es hohe Mieten, manchmal undurchsichtiges Baurecht, manchmal Merkwürdigkeiten aus dem Gewerberecht. Da kann die Gemeinde unbürokratisch zur Seite stehen.

Welche Erfolge haben Sie in der Vergangenheit beim Thema Menschenführung / Konsensfindung von vielen verschiedenen Interessengruppen erlangt?

Willi Muth

Ich stelle mich in diesem Bereich jedem Problem in einem gemeinsamen Gespräch. Sehr wichtig ist mir, zuzuhören, anstehende Probleme zu hinterfragen und lösungsorientiert miteinander zu diskutieren und einen Kompromiss umzusetzen. Ich bin auch für eine Mediation offen.

Niels Starke

Als Schiedsmann (Friedensrichter) ist mir Konsens wichtig. Im Gemeindeparlament gelingt es mir immer wieder überparteiliche Mehrheiten zu finden. Ich leite seit 5 J. die CDU Mühltal mit mehr als 70 Mitgliedern. Seit mehr als 7 J. leite ich verschiedene Ausschüsse.

Dr. Linda Frey

Als Vorsitz Haupt- und Finanzausschuss und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Konsensfindung als Kernkompetenz; berufliche Leitungsfunktion; Gründung und Führung Waldkindergarten gemeinsam mit anderen Eltern – von mir geleitete gemeinschaftliche Entscheidungsprozesse

Christoph Zwickler

Menschenführung und Konsensbildung verlangen nicht lautstarke und autoritäre Vorgehensweisen, sondern erst einmal Zurückhaltung der eigenen Person. Das ist die Basis, um hier etwas zu bewegen. Daher sollten auch Erfolge dabei nicht lautstark angepriesen werden.

Wie wollen Sie die infrastrukturellen Nachteile der kleineren Ortsteile (keine Einkaufsmöglichkeiten, fehlende Radwege, wenig ÖPNV) beheben?

Willi Muth

Den ÖPNV durch intelligente Umplanungen an die Bedürfnisse anpassen. Eine Erstberatung zur Geschäftsgründung leistet die Gemeinde sehr gerne. Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet die Bevölkerung selbst. Für neue Radwege bei Land und Kreis in die Offensive gehen.

Niels Starke

Mühltal soll stärker zusammenwachsen, daher setze ich mich für überörtliche Radwege und umfassendere ÖPNV Taktungen ein. Außerdem möchte ich eine Sprechstunde für Startups und Unternehmensgründungen einführen, mit Unterstützungen der gemeindlichen Wirtschaftsförderung.

Dr. Linda Frey

Lokale Nahversorgung wichtig für die Lebensqualität; Erarbeiten von Infrastrukturmaßnahmen für die einzelnen Ortsteile in engem Austausch mit Bevölkerung und weiteren Akteuren (Gewerbe, ÖPNV Anbieter, Vereine, etc.) vor Ort (siehe auch Frage 5 und 6); Midkom ausbauen.

Christoph Zwickler

Ich könnte nicht gut schlafen, würde ich hier Versprechungen machen, die nicht haltbar sind. Das, was ich tun könnte, würde ich aber tun. Hängt etwa die Eröffnung eines kleinen Ladens nur an einem fehlenden Stellplatz, kann manchmal Nachdenken und Kreativität helfen.

Wie wollen Sie verhindern, dass die Mitarbeiterfluktuation in der Gemeindeverwaltung weiter geht?

Willi Muth

Extrem großer Fachkräftemangel im Bereich der öffentlichen Arbeitgeber. Nie war ein Wechsel mit Aufstiegsmöglichkeit für Verwaltungsangestellte einfacher. Eigene Ausbildung, Homeoffice, Weiterbildungsmöglichkeiten und ein Onboarding-Papier sind bereits umgesetzt.

Niels Starke

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen seltener ihren Arbeitgeber, sie verlassen eher ihre Führungskraft. Ich stehe für ein gutes Miteinander, klare Zuständigkeiten, Strukturen, Wertschätzung, individuelle Förderungen, digitale Weiterbildung und eine offene Tür!

Dr. Linda Frey

Personalbindung ist wichtig für unsere Zukunft; Verbesserung der Arbeitsatmosphäre und -bedingungen; Digitalisierung; Führung auf Augenhöhe und offene Kommunikation; Wertschätzung der Mitarbeitenden; breitere Werbung für ausgeschriebene Stellen.

Christoph Zwickler

Die Attraktivität der Arbeitsplätze ist der Schlüssel. Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um Wertschätzung. Die Arbeit ist auch dadurch zu honorieren, dass sich die Menschen darin wiederfinden. Respekt erweise ich auch, wenn ich selbst mit den Themen vertraut bin.

Was beabsichtigen Sie für den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde zu tun?

Willi Muth

Mühltal war bisher nie ein sozialer Hotspot und soll es auch nicht werden. Extremer Wohnraummangel für sozial Schwächere und für anerkannte Geflüchtete sind nur gemeinsam mit unseren Bürger/innen behebbar. Bei Konflikten miteinander kommunizieren, Lösungen erarbeiten.

Niels Starke

Eine bessere Öffentlichkeitsarbeit zur Information und Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger. Öffentlichen Treffpunkten wie z.B.: Modau-Randweg, Datterichplatz oder Dorfgemeinschaftshaus Nieder-Beerbach müssen aufgewertet werden. Vereine & kulturelle Angebote fördern.

Dr. Linda Frey

Sozialer Zusammenhalt hier ist bereits herausragend; Ehrenamt besser würdigen und stärken; offene Kommunikation pflegen (Sprechstunde); nachbarschaftlichen sozialen Zusammenhalt, Kultur und Austausch fördern.

Christoph Zwickler

Die neuen Gräben in der Gesellschaft, die es leider auch in Mühltal gibt, dürfen nicht noch weiter vertieft werden. Unter dem großen Dach unserer verfassungsmäßigen Ordnung ist für viele unterschiedliche Auffassungen Platz. Dafür trete ich ein und das hält uns zusammen.

Halten Sie das derzeitige Angebot / Öffnungszeiten der Jugendförderung als bedarfsgerecht?

Willi Muth

Die gemeindliche Jugendförderung – eine freiwillige Leistung – leistet gute Arbeit. Das Engagement in den Vereinen können und wollen wir nicht ersetzen. Jugendliche ohne Vereinsbindung sind herzlich willkommen. Mehr geht immer, doch dafür Personal zu finden, ist schwer.

Niels Starke

Ich wünsche mir einen Ausbau der Öffnungszeiten! Ich habe für diesen Bereich viele Ideen. Die Jugend- (und Seniorenförderung) leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Für ein breiteres Angebot wurden vom Parlament zwei weitere Halbtagsstellen genehmigt.

Dr. Linda Frey

Ich war federführend gegen Widerstand der CDU und der FDP bei der Schaffung einer zweiten Stelle in der Jugendförderung. Sobald diese Stelle besetzt ist, können die Öffnungszeiten ausgebaut werden.

Christoph Zwickler

Die Jugendarbeit unserer Vereine leistet sehr viel, mehr als in vielen anderen Kommunen. Es gibt aber auch Jugendliche, die sich in der Jugendpflege der Gemeinde besser aufgehoben fühlen. Welche konkreten Erwartungen bestehen, sollten am besten die Betroffenen darlegen.

Wann geht es mit dem Ausbau der „Aldi Autobahn“ weiter um die anderen Straßen (Bergstraße) zu entlasten?

Willi Muth

Die Machbarkeitsstudie zum Ausbau wurde in einer ersten Infoveranstaltung vorgestellt. Zeitrahmen mit Ausbau und Widmung dieses Feldwegs zu einer Straße: ca. 6 bis 8 Jahre – nach einem positiven Beschluss der Gemeindevertretung zur Aufstellung eines Bebauungsplans.

Niels Starke

Ich bin für die Öffnung der „Aldi-Autobahn“ nach verkehrsberuhigtem Ausbau, in diesem Zusammenhang soll auch die Alte Darmstädter Straße saniert werden, möglichst inklusive Zebrastreifen und Radweg. Der Verkehr soll gerecht auf die Ortsteile verteilt werden.

Dr. Linda Frey

Innerörtlicher Verkehr muss überall verringert werden; Tunnel muss durch intelligente Verkehrsgestaltung attraktiver werden als alle Ortsdurchfahrten; Entlastung der Anwohner*innen in Ortsmitten durch weniger Lärm und Abgase.

Christoph Zwickler

Das Kind ist in den Brunnen gefallen, als die Gemeinde die gerichtliche Mediation dazu abgebrochen hat. Die Gemeinde wollte keinen Kompromiss, sondern ein Urteil. Das ist nun da und danach wird es sehr schwer bis unmöglich, die Aldi-Autobahn auszubauen.

Was wird für Sie als Bürgermeister*in die schwierigste Aufgabe / Anforderungen sein? Wie lösen Sie dennoch diese Aufgabe?

Willi Muth

Es gibt zahlreiche nicht umgesetzte Beschlüsse der Gemeindevertretung. Das reicht für 5 Jahre. Wünsche gibt es für ca. 50 Mio. Euro – ohne Liegenschaften, Infrastruktur und einen vierzügigen Kindergarten. Beschlüsse im Rahmen unserer Möglichkeiten werden umgesetzt.

Niels Starke

Wir haben mittlerweile einen sehr hohen Investitionsstau. In vielen Bereichen wurde zu wenig umgesetzt und da gilt es Stück für Stück anzupacken: unser Wassernetz, Feuerwehrhäuser bzw. gemeindeeigene Immobilien, Schwimmbad Traisa, sowie Straßen und Gehsteige…

Dr. Linda Frey

Die größte Herausforderung wird sein, unterschiedliche Bedürfnisse der verschiedenen Interessensgruppen (Fraktionen, Bevölkerung, Vereine, etc.) zusammenzubringen, was ich durch transparente Kommunikation und meine hohe Kooperationskompetenz angehen werde.

Christoph Zwickler

Es gibt drei Sachverhalte, von denen jeder für sich bereits herausfordernd ist: Die Finanzkraft sinkt, das Klima bereitet Probleme und gegenwärtig kommen viele Flüchtlinge auch nach Mühltal. Da gilt es, mit Optimismus den aktuellen Stand erst einmal zu halten.

Wie wollen Sie Familien unterstützen?

Willi Muth

Mit einer verlässlichen Kinderbetreuung im U3- und im Ü3-Bereich und langer Betreuungszeit. Mit  Unterstützung bei der Suche nach Wohnraum für Empfänger/innen von Bürgergeld. Zudem sollen unsere Vereine gestärkt werden, damit ein gutes Freizeitangebot vorhanden ist.

Niels Starke

Wir brauchen ausreichende und bedarfsgerechte Betreuungsangebote für Kinder. Eine gute medizinische Versorgung ist mir wichtig. Ich möchte Treffpunkte für Familien schaffen, z.B. rund um den Fliederplatz. Sprayer-Wände für Jugendliche wäre eine Idee.

Dr. Linda Frey

Bedarfsgerechte Kinderbetreuung als hohe Priorität; Freibad kostenlos für Kinder; gestärkte Jugendförderung; Gemeindepfleger*innen als psychosoziales Beratungsangebot für alle Lebensbereiche einführen; Midkom (on demand Bus) ausbauen.

Christoph Zwickler

Für mich ist Kommunalpolitik Familienpolitik. Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Junge Familien haben heute doppelte bis dreifache Aufgaben, das muss anerkannt werden. Themen wie Kinderbetreuung, Spielplätze und das Schwimmbad stehen auf meiner Agenda oben.

Wie möchten Sie das Ehrenamt, zum Beispiel die Freiwilligen Feuerwehren, in Mühltal stärken?

Willi Muth

Gute Ausstattung aller Kameradinnen und Kameraden mit Notebooks und Handys, mit Kleidung und Ausrüstung, auch digital. Bei den Fahrzeugen sind wir mittlerweile auf Stand. Der Neubau der Feuerwehr in Nieder-Beerbach kommt jetzt, die Erweiterung in Waschenbach folgt.

Niels Starke

Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe der Kommune und hat höchste Priorität. Als Werkfeuerwehrmann kenne ich die Bedeutung von optimaler Ausrüstung, technisch konformer Gebäude und rechtzeitiger Fahrzeuganschaffungen. Ehrenamtliche Arbeit schätze ich sehr und fördere sie.

Dr. Linda Frey

Offene Kommunikation und regelmäßiger Austausch zwischen Ehrenamtlichen und Bürgermeisterin; Wertschätzung des Engagements und Abbau von Bürokratie; Ehrenamtsdatenbank; Berücksichtigung allen ehrenamtlichen Engagements auch außerhalb von Vereinen.

Christoph Zwickler

In die Gemeindevertretung habe ich beispielsweise einen Antrag eingebracht, um einen Ehrenamtstag zu begehen. Ganz einfach könnten sich hier die vielen Ehrenamtlichen einmal pro Jahr treffen. Das Engagement soll gewürdigt werden und sie könnten sich weiter vernetzen.

Wie stehen Sie zu einer Bebauung des Bahnhofbereiches mit Wohnungen etc. wie dies vorgestellt wurde?

Willi Muth

Mühltal benötigt zusätzlichen Wohnraum, denn die Nachfrage ist groß. Alles, was auf den Markt kommt, ist sofort weg. Hier entscheidet alleine die Gemeindevertretung mit ihrer politischen Mehrheit. Ich habe den Weg mit dem Aufstellungsbeschluss „Bahnhofsgelände“ geebnet.

Niels Starke

Fakt ist, dass bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt wird. Der Investor muss dafür ein schlüssiges Konzept liefern, ebenso für die Zu- und Abfahrt. Eine weitere KiTa und mehr Gewerbeflächen wären sinnvoll.

Dr. Linda Frey

Konzept in Grundsätzen gut, aber Ort ist aufgrund Verkehrssituation, Lage und Schulanbindung ungeeignet. Neue Flächenversiegelung darf nur passieren, wenn wirklich viele soziale Wohnungen kommen und die oben genannten Probleme gelöst sind.

Christoph Zwickler

Es wurde viel Natur zerstört, die Frischluftversorgung Nieder-Ramstadts beeinträchtigt, die Parknot verschärft und die Entwicklungsmöglichkeit der Bahn begrenzt. Dagegen zeigen schon die Bebauungspläne, dass vor allem richtig teure Wohnungen entstünden. Ich bin dagegen.

Wie wichtig ist Ihnen Ihre Partei, welche Rolle spielt diese für Sie?

Willi Muth

Als Amtsinhaber kandidiere ich nun als unabhängiger Kandidat. Bei acht Fraktionen macht für mich, vor dem Hintergrund der vielen wechselnden Mehrheiten bei den Beschlussfassungen, eine Bindung an eine Partei keinen Sinn. Ich kann meine Meinung auch so gut einbringen.

Niels Starke

Als Bürgermeister setze ich mich für meine Heimatgemeinde ein!
Eine starke CDU unterstützt mich dabei, in der Gemeindevertretung gute und mehrheitsfähige Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger zu finden. In erster Linie bin ich parteiübergreifend Bürgermeister für alle.

Dr. Linda Frey

Amt der Bürgermeisterin ist parteiübergreifend, hat nichts mit Bundes- oder Landespolitik zu tun; die Grünen unterstützen mich und ich teile ihre grundlegenden Werte.

Christoph Zwickler

Ich kandidiere als Unabhängiger, weil ich keine Abhängigkeit von einer Partei oder Wählergemeinschaft will. Den Wahlkampf zahle ich selbst, es gibt auch keine Abhängigkeit von Finanziers. Ich bin allein der Mühltaler Bürgerschaft und unserer Ordnung verpflichtet.

Hier die Antworten der Bürgermeisterkandidaten/in

Wir hoffen, auf diese Weise unseren Lesern und Leserinnen eine zusätzliche Information zur Wahlentscheidung zu geben.

Mühltal. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an die Kandidatin und die Kandidaten, dafür, dass sie sich trotz vieler Wahlkampf-Terminen und Organisationsaufgaben die Zeit dazu genommen haben, diese Fragen zu beantworten und sich, auch wenn es sehr schwer fällt, bei den teilweise komplexen Themen, kurz zu fassen.

Willi Muth, 68 Jahre
amtierender Bürgermeister
parteiunabhängig

Vita Willi Muth

Mein Name ist WILLI MUTH, seit Mai 2018 bin ich der gewählte Bürgermeister von Mühltal. Seit 44 Jahren bin ich mit meiner Frau Ingrid verheiratet. Ich habe 2 Kinder und 5 Enkel. Mein politisches Engagement begann 1993 mit dem Einzug in den Ortsbeirat Nieder-Beerbach. Im Jahr 2001 wurde ich auch in die Gemeindevertretung Mühltals gewählt.
Tätig war ich als langjähriger Ortsvorsteher von Nieder-Beerbach, als Vorsitzender verschiedener Fachausschüsse wie Bau- oder Finanzausschuss, als Fraktions- und Parteivorsitzender. Seit 2021 habe ich zudem ein Mandat im Kreistag. Gemeindepolitik war für mich noch nie eine Last, sondern eine Aufgabe, die ich gerne lösungsorientiert und mit Herzblut annehme.

www.willimuth.de

Dr. Linda Frey, 34 Jahre
Doktorin der Mathematik
Bündnis 90/Die Grünen

Vita Dr. Linda Frey

Beruflich

  • 2008 Abitur in Worms (Mathe, Physik, Englisch)
  • 2011 Bachelor in Mathematik an der Uni Mainz (Nebenfach Informatik)
  • 2012 Master in Mathematik an der ETH Zürich
  • 2018 Promotion in Mathematik an der Uni Basel
  • Bis 2021 Wissenschaftliche Mitarbeiterin Uni Kopenhagen
  • Bis 2023 Wissenschaftliche Mitarbeiterin Uni Göttingen

Gesellschaftlich/Sozial

  • 2014 Heirat und Hauskauf in Mühltal
  • 2016 Gründung Waldkindergarten Traisa
  • 2021 Wahl zur Grünen Parteivorsitzenden und stv. Fraktionsvorsitzenden
  • 2021 Wahl zur Vorsitzenden des Haupt- und Finanzausschusses, stv. Vorsitzenden der Gemeindevertretung und Vertreterin in der ZAW Verbandsversammlung
  • 2023 Aufstellung zur Grünen Bürgermeisterkandidatin

www.linda-frey.de

Niels Starke, 38 Jahre
Industriefachwirt IHK
CDU

Vita Niels Starke

Mühltal ist meine Heimat und hier möchte ich leben und wirken. Vor 21 Jahren habe ich meine Ausbildung bei der DAW in Ober-Ramstadt begonnen, seitdem arbeite ich dort. Ich bin Industriefachwirt und Zusatzaufgaben, wie Ausbilder, Werkfeuerwehrmann und Sicherheitsbeauftragter erweitern meinen Tätigkeit. Seit 12 Jahren setze ich mich in verschiedenen Ämtern für Mühltal ein: so bin ich Ortsvorsteher, CDU-Vorsitzender und war Vorsitzender des Haupt- u. Finanzausschusses. Nun leite ich den Sport-Kultur- u. Sozialausschuss und bin Schiedsmann. Mein klares Ziel ist es, 2024 Ihr Bürgermeister zu werden und gemeinsam mit Ihnen unsere Heimat weiterzuentwickeln.

www.nielsstarke.de

Christoph Zwickler, 60 Jahre
Diplom-Ingenieur
parteiunabhängig

Vita Christoph Zwickler
  • Grundschule Traisa
  • LGG Darmstadt, Schulsprecher
  • TH Darmstadt, Studium Architektur und Städtebau mit Verkehrsplanung, Dipl.Ing.
  • TU München, abgeschlossenes Aufbaustudium Umweltschutztechnik mit Regionalplanung
  • Jeweils mehrere Semester Studium Arbeits- und Wirtschaftswissenschaften, Politikwissenschaft, Theologie und Philosophie (Jesuitenhochschule St. Georgen)
  • Mit 19 Jahren selbstständig und seither Unternehmer
  • Arbeit bei Rechtsanwälten in Sachsen, Tel Aviv und Zürich sowie als Bauleiter
  • Diverse Verwaltungspraktika
  • Seit 2016 Gemeindevertreter, Fraktionsvorsitzender
  • 2016-2021 Mitglied des Kreistages, stellvertretender Fraktionsvorsitzender
  • Seit 2021 Kreisbeigeordneter, einer der Stellvertreter des Landrates

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Warum möchten Sie Bürgermeister*in werden?

Weil ich etwas bewegen und Mühltal weiter voranbringen möchte. Mit meiner ehrlichen, konstruktiven, offenen, lösungsorientierten Kommunikation und meiner großen kommunalpolitischen Erfahrung bin ich dieser Aufgabe gewachsen – was ich bereits unter Beweis gestellt habe!

Fühle mich seit 10 Jahren hier von Herzen zuhause; schöne Natur, engagierte Menschen und lebendige Vereine stärken meine Liebe zu Mühltal. Ziel: soziale und ökologische Gerechtigkeit verbessern, lokale Wirtschaft weiter stärken, Lebensqualität für alle weiter verbessern.

Mühltal liegt mir am Herzen. Als langjähriges Parlamentsmitglied ist es mir ein großes Anliegen, zukünftig als Bürgermeister dafür zu sorgen, dass die Beschlüsse des Parlaments zügig umgesetzt werden und dass Mühltal weiterhin ein Ort bleibt, in dem man gerne lebt.

Das Spektrum derjenigen, die kandidieren, wird durch meine Bewerbung erweitert. Das ist gut für die Demokratie. Meine jahrelangen Erfahrungen in der Kommunalpolitik und in der Verwaltung als einer der Stellvertreter des Landrates gebe ich gern nach Mühltal zurück.

Was ist Ihnen eine Herzensangelegenheit, die Sie als Bürgermeister*in als Erstes umsetzen werden, welche Schwerpunkte werden Sie setzen?

Einen soliden Haushalt aufstellen. Priorisierung der Aufgaben. Sicherung der Trinkwasserversorgung in ganz Mühltal. Weiterer Ausbau der Kinderbetreuung im U3- und Ü3-Bereich. Förderung der Feuerwehren und aller Vereine. Bedarfsgerechten ÖPNV. Naherholung. Klimaschutz.

Kinderbetreuung ausbauen; Transparenz und Kommunikation aus dem Rathaus erhöhen und verbessern; Ehrenamt würdigen und unterstützen; Verkehr sinnvoll planen; Investitionsstau abbauen; Arbeitsatmosphäre in der Verwaltung verbessern für Bevölkerung und Personalbindung.

Das Rathaus wieder bürgerfreundlicher machen: klare Prozesse, schnelle Antworten auf Anliegen durch Einführung digitaler Akten, elektronischer Formulare und Bezahlformen sowie Schaffung eines Bürgerbüros mit Schnellschalter für kleinere Anliegen – auch ohne Termin.

Meine Schwerpunkte würden darin liegen, all das, was ich aktuell kritisiere, zukünftig besser zu machen. Vermeidbare Kostenexplosionen bei Gemeindebauten darf es zum Beispiel nicht mehr geben, denn das zahlen wir am Ende alle.

Welche persönlichen Fähigkeiten haben Sie, die Ihnen die gute Führung der Gemeindeverwaltung, als Unternehmen mit über 100 Mitarbeiter, möglich machen?

Meine bisherige erfolgreiche Führung der Gemeindeverwaltung in den letzten 5,5 Jahren. Meine ehrliche und lösungsorientierte Kommunikation. Herausforderungen annehmen, Lösungen ausarbeiten und umsetzen. Stets ein offenes Ohr für die Probleme meiner Mitarbeitenden.

Führungsverantwortung im Beruf, in Politik (Vorsitz Haupt- und Finanzausschuss) und im Ehrenamt (Waldkindergarten); Belastbarkeit, multitasking, Kommunikationsfähigkeit, Empathie, gute analytische Auffassung, Organisationstalent, Tatkraft, Flexibilität, zukunftsfähig.

Meine Stärke: Empathie. Ich stehe für mehr Miteinander, habe immer eine offene Tür und sorge durch Transparenz, Klarheit und Feedback für effektive Strukturen. Industriefachwirt, 21 Jahre Erfahrung aus der freien Wirtschaft, Seminare: Kommunale Finanzen, Baurecht…

Seit ich 19 bin, betreibe ich eine Schneeräumung. Ich habe früh gelernt, dass es erst einmal darauf ankommt, die Mitarbeiter zu motivieren. Als Bauleiter einer Großbaustelle musste ich viele Dinge gleichzeitig koordinieren. Es hilft sehr, immer zu wissen, worum es geht.

Werden Sie sich als zukünftiger Bürgermeister*in dafür einsetzen, dass die gemeindlichen Steuern wie z.B. Grundsteuer, Gewerbesteuer etc. auf dem derzeitigen Niveau bleiben können?

Ja!!! Kurz- und mittelfristig ist das die größte Herausforderung für Mühltal. Pflichtaufgaben müssen abgearbeitet und erfüllt werden. Freiwillige Aufgaben sind nur nach Finanzkraft der Gemeinde umsetzbar. Die Liegenschaften und die Infrastruktur haben hier Vorrang.

Ja, ich werde mich für eine Steuerstabilität einsetzen, um die finanzielle Belastung der Bevölkerung und des Gewerbes nicht zu erhöhen.

Eine Erhöhung der Grund- sowie der Gewerbesteuer gilt es zu vermeiden. Wir sind in der glücklichen Lage, starke Gewerbesteuerzahler zu haben. Gleichzeitig steigen die Abgaben an den Kreis und Kosten für Pflichtaufgaben. Umso wichtiger ist es neue Betriebe anzusiedeln.

Ja. Die Grundsteuer ist heute schon recht hoch, wenn uns auch einige andere Kommunen inzwischen überholt haben. Auch die Gewerbesteuer sollte nicht angefasst werden. Niedrige Sätze bringen oft sogar höhere Einnahmen, weil die Gewinne dann gern hier versteuert werden.

Die Anbindung der kleineren Ortsteile mittels ÖPNV ist an den Wochenenden sehr schlecht. Wie werden Sie dies verbessern?

In Absprache mit der DADINA die Einsatzzeiten für den ÖPNV den Bedürfnissen der Nutzer anpassen: großer Bus, kleiner Bus oder Shuttle. Überprüfen der Nutzerzahlen der verschiedenen Verkehrsmittel zu den Fahrzeiten. Zusätzliche Mittel sind zurzeit nicht finanzierbar.

Ich kenne die Probleme bei der Anbindung der Ortsteile mittels ÖPNV und werde mich engagiert bei der DADINA und der Gemeindevertretung dafür einsetzen, dass die Fahrpläne an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst werden.

Mühltal soll stärker zusammenwachsen. Ich werde mich für eine umfassendere Taktung des ÖPNV, einen Nachtbus für Mühltal und auch für Mitfahrbänke einsetzen!

Das Thema habe ich bei der Dadina schon angesprochen, dort bin ich Mitglied in der Verbandsversammlung. Nicht immer wissen die Fahrplangestalter, wo der Schuh konkret drückt. Momentan ist das Geld zwar wieder einmal besonders knapp, aber ich bleibe am Ball.

Was wollen Sie dafür tun, dass Mühltal fahrradfreundlicher wird?

Weiter daran arbeiten, denn es gibt gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. Autofahrer, Fahrradfahrer, Fußgänger, Mütter mit Kinderwagen, Kinder, eingeschränkte und behinderte Personen mit Rollatoren oder Rollstühlen. Jeder hat das Recht auf seinen Verkehrsraum.

Priorisierung im Kreis vorantreiben; bei Hessen Mobil Druck erhöhen; Vernetzung mit Nachbargemeinden für lückenlose innerörtliche und ortsübergreifende Radwege; innerörtliche Fahrradinfrastruktur (Abstellanlagen modernisieren, Straßen anpassen, etc.) selbst ausbauen.

Ich werde mich für überörtliche Radwege und einen straßenbegleitenden Radweg in Trautheim einsetzen. Ich möchte mehr sichere Abstellmöglichkeiten und Reparaturstationen in den Ortskernen schaffen.

Die Dinge, die ich als Bürgermeister selbst umsetzen kann, will ich wirklich offen prüfen und angehen. Fahrradstraßen, bessere Radabstellmöglichkeiten, einen Radweg und jetzt eine automatische Ampel für den Radverkehr etwa habe ich schon beantragt, zum Teil erfolgreich.

Welche wesentlichen Aufgaben müssen in Mühltal angegangen werden, um die Kommune zukunftsfähig zu machen?

Digitalisierung durch Bereitstellung von anwendbaren Programmen im öffentlichen Dienst für Arbeitsprozesse bei Verwaltung und Bürgerservice. Abarbeiten des Investitionsstaus bei Liegenschaften und Infrastruktur. Verkehrslenkung, Umsetzen von Maßnahmen zum Klimaschutz.

Nachhaltige und soziale Wohnkonzepte; Förderung erneuerbarer Energien; Klimaanpassung (Trinkwasser, Hochwasser, Hitze); Digitalisierung; offenes Rathaus; Demokratie schützen durch mehr politische Beteiligung; Investitionsstau beheben; Freibad erhalten.

Die Pflichtaufgaben: Schaffung von ausreichend KiTa-Plätzen mit flexiblem Raumkonzept. Sanierung und Ausbau des Wassernetzes. Investitionen in eine krisensichere und zeitgemäße Feuerwehr. Ein digitales serviceorientierteres Rathaus. Klimaneutralität bis 2035.

Zunächst einmal müssen die Hausaufgaben gemacht werden. Pflichtaufgaben wie Kinderbetreuung, Feuerwehren und Wasserversorgung, dann das Schwimmbad und die Vereine, alles muss funktionieren. Erst dann kann über mehr geredet werden. Eins nach dem anderen.

Wie schaffen Sie es als Bürgermeister*in, dass auch die Interessen der Kinder und Jugendlichen gehört werden, die nicht zur Wahl gehen können? Wie können Sie sich in diese Zielgruppe hineinfühlen?

Jede Altersgruppe der Mühltaler Bevölkerung hat ein Anrecht darauf, dass sie zu ihren Forderungen/Problemen angehört, zu den Themen in den Gremien diskutiert wird, Lösungsansätze erarbeitet und umgesetzt werden. Jugend-/Seniorenförderung leisten einen wichtigen Beitrag.

Als Mutter von vier Kindern sind mir die Themen nah; Beteiligungsformen gemeinsam mit der Jugendförderung erarbeiten aufgrund aktueller sozialpädagogischer Empfehlungen; direkte Kommunikation mit den Jugendlichen.

Ich lebe mein Leben lang schon in Mühltal, besuche viele Veranstaltungen und bin gut vernetzt. Ich stehe mit allen Altersgruppen nicht zuletzt durch die sozialen Medien in direktem Austausch. Ich möchte Regelmäßige Jugendforen ins Leben rufen.

Jede Mühltaler Schulklasse könnte einmal eine Ausschusssitzung der Gemeindevertretung besuchen. Die Themen sollten angemessen sein, die Termine auch. Das Bewusstsein für unsere Demokratie sollte früh kommen. Uns in der Politik kann das zeigen, für wen wir auch da sind.

Welche Maßnahmen beabsichtigen Sie als Bürgermeister*in zur Klimaneutralität der Gemeinde in Gang zu bringen?

Das Klimaschutzkonzept gibt hier Lösungsansätze vor. Die Gemeinde kann alleine in ihren Liegenschaften keine Klimaneutralität erreichen. Nur durch intensive Zusammenarbeit und Beratung in allen Bereichen, evtl. eine Anschubfinanzierung, ist Energieeinsparung möglich.

Umsetzung Klimakonzept unterstützen und vorantreiben; Bevölkerung beraten und informieren über finanziell, ökologisch und praktisch sinnvolle Maßnahmen; Ausbau erneuerbarer Energien; energetische Sanierung gemeindeeigener Liegenschaften.

Ich setze auf Anreize und nicht auf Zwang! Zum Beispiel auf Förderung erneuerbarer Energien, Verbesserung der Energieeffizienz in kommunalen Gebäuden, Förderung nachhaltiger Mobilität, Bürgerinformationen und Ausbau von E-Ladestationen sowie Photovoltaik.

Wie bei der Kindererziehung: Mit gutem Beispiel vorangehen. Mehr Sonnenstrom auf den Gebäuden der Gemeinde. Der Nahverkehr ohne eigenes Auto muss attraktiver werden. Druck und Freiheitsbeschränkungen sind schlecht, dann kippt die Stimmung schnell gegen den Klimaschutz.

Wie möchten Sie die Kommunikation (z.B. zur Kinderbetreuung, Parkplatzsituation, Baugebieten, etc.) zwischen Bürgermeister, Verwaltung und Bürgern verbessern?

Ich arbeite intensiv an diesem Thema, leider können nicht alle Informationen sofort an alle Bürger/innen kommuniziert werden.  Ich rede intensiv mit Investoren, die Verwaltung bereitet die Beschlüsse vor, die Gemeindevertretung beschließt die Umsetzung neuer Baugebiete.

Offene Sprechstunde in allen Ortsteilen und offenes Rathaus; digitale und analoge Kommunikation auf verschiedenen Kanälen; Kommunikation auf Augenhöhe mit den Mitarbeitenden; mehr Bürgerbeteiligung.

Als Ortsvorsteher bin ich schon jetzt jederzeit ansprechbar. Betroffene und fachkundige Bürgerinnen und Bürger müssen mehr einbezogen werden, z.B. durch offene Sprechstunden, Bürgerversammlungen, runde-Tische oder regelmäßige öffentliche Informationen.

Die nicht geheimen Infos sollten unkompliziert weitergegeben werden, ggf. mit Erläuterungen. Die Verwendung sozialer Netzwerke ist rechtlich umstritten. QR-Codes, die direkt auf die jeweilige Webseite der Gemeinde weisen, könnten helfen, das zeigt meine eigene Webseite.

Wie stehen Sie zur Erhöhung des Entgeltes für Erzieherinnen und Erzieher als vorrangiges Mittel zur Bindung und Akquise von Fachkräften im entsprechenden Bereich?

Eine Erhöhung der Entgeltgruppe ist nur kurzzeitig ein wirksamer Ansatz zur Bindung von Fachkräften. Eine höhere Eingruppierung ist nach TVöD SuE an schwierige Anforderungen gekoppelt, sonst ist es eine willkürliche Steuerverschwendung. Grundsätzlich keine Ablehnung.

Gerechte Bezahlung von Erzieher*innen ist wichtig, um Fachkräfte zu halten und zu gewinnen, aber auch andere Maßnahmen sind wichtig: Wertschätzung der Arbeit; anwerben und ausbilden neuer Azubis; offensive Werbung um Fachkräfte gemeinsam mit allen Trägern.

Eine Entgelterhöhung muss sorgfältig abgewogen werden. Kleinere Gruppen, Konzeptmitgestaltung, Fortbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeitmodelle und eine wertschätzende Arbeitskultur in modernen Räumlichkeiten gehören als Anreize dazu.

Vorrangig sollten wir klären, durch welche Faktoren eine Personalbindung überhaupt erfolgt. Wenn sich herausstellt, dass das Personal allein des Geldes wegen nicht nach Mühltal kommt oder uns den Rücken kehrt, dann müssen wir hier nachsteuern und das Entgelt anpassen.

Was wollen Sie tun, um das Kleingewerbe in Mühltal zu stärken bzw. neues wieder anzusiedeln?

In Mischgebieten ist darauf zu achten, dass nicht alle aufgegebenen Kleingewerbeflächen zu Wohnraumflächen umgewidmet werden. Die Wirtschaftsförderung berät das Kleingewerbe und unterstützt bei Neugründung. Das Einkaufsverhalten entscheidet über Erfolg oder Aufgabe.

Bedarfe analysieren; Leerstandsmanagement prüfen und gegebenenfalls umsetzen nach Vorbild anderer Kommunen in der Umgebung; mehr Werbung für (Nah-)Tourismus für Gastronomiebetriebe; Digitalisierung als Standortvorteil ausbauen.

Ich möchte die Kampagne: „Bleibt im Ort und kauft dort!“ ins Leben rufen. Ich möchte Start-Ups für den Standort Mühltal begeistern. Coworking Angebote in Gewerbegebieten weiter ausbauen und lokale Netzwerke unterstützen, sowie eine Mühltal Ausbildungsbörse schaffen.

Auch beim Kleingewerbe sind die Standortfaktoren wichtig. Nicht alle setzen auf die gleichen Faktoren. Manchmal sind es hohe Mieten, manchmal undurchsichtiges Baurecht, manchmal Merkwürdigkeiten aus dem Gewerberecht. Da kann die Gemeinde unbürokratisch zur Seite stehen.

Welche Erfolge haben Sie in der Vergangenheit beim Thema Menschenführung / Konsensfindung von vielen verschiedenen Interessengruppen erlangt?

Ich stelle mich in diesem Bereich jedem Problem in einem gemeinsamen Gespräch. Sehr wichtig ist mir, zuzuhören, anstehende Probleme zu hinterfragen und lösungsorientiert miteinander zu diskutieren und einen Kompromiss umzusetzen. Ich bin auch für eine Mediation offen.

Als Vorsitz Haupt- und Finanzausschuss und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Konsensfindung als Kernkompetenz; berufliche Leitungsfunktion; Gründung und Führung Waldkindergarten gemeinsam mit anderen Eltern – von mir geleitete gemeinschaftliche Entscheidungsprozesse

Als Schiedsmann (Friedensrichter) ist mir Konsens wichtig. Im Gemeindeparlament gelingt es mir immer wieder überparteiliche Mehrheiten zu finden. Ich leite seit 5 J. die CDU Mühltal mit mehr als 70 Mitgliedern. Seit mehr als 7 J. leite ich verschiedene Ausschüsse.

Menschenführung und Konsensbildung verlangen nicht lautstarke und autoritäre Vorgehensweisen, sondern erst einmal Zurückhaltung der eigenen Person. Das ist die Basis, um hier etwas zu bewegen. Daher sollten auch Erfolge dabei nicht lautstark angepriesen werden.

Wie wollen Sie die infrastrukturellen Nachteile der kleineren Ortsteile (keine Einkaufsmöglichkeiten, fehlende Radwege, wenig ÖPNV) beheben?

Den ÖPNV durch intelligente Umplanungen an die Bedürfnisse anpassen. Eine Erstberatung zur Geschäftsgründung leistet die Gemeinde sehr gerne. Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet die Bevölkerung selbst. Für neue Radwege bei Land und Kreis in die Offensive gehen.

Lokale Nahversorgung wichtig für die Lebensqualität; Erarbeiten von Infrastrukturmaßnahmen für die einzelnen Ortsteile in engem Austausch mit Bevölkerung und weiteren Akteuren (Gewerbe, ÖPNV Anbieter, Vereine, etc.) vor Ort (siehe auch Frage 5 und 6); Midkom ausbauen.

Mühltal soll stärker zusammenwachsen, daher setze ich mich für überörtliche Radwege und umfassendere ÖPNV Taktungen ein. Außerdem möchte ich eine Sprechstunde für Startups und Unternehmensgründungen einführen, mit Unterstützungen der gemeindlichen Wirtschaftsförderung.

Ich könnte nicht gut schlafen, würde ich hier Versprechungen machen, die nicht haltbar sind. Das, was ich tun könnte, würde ich aber tun. Hängt etwa die Eröffnung eines kleinen Ladens nur an einem fehlenden Stellplatz, kann manchmal Nachdenken und Kreativität helfen.

Wie wollen Sie verhindern, dass die Mitarbeiterfluktuation in der Gemeindeverwaltung weiter geht?

Extrem großer Fachkräftemangel im Bereich der öffentlichen Arbeitgeber. Nie war ein Wechsel mit Aufstiegsmöglichkeit für Verwaltungsangestellte einfacher. Eigene Ausbildung, Homeoffice, Weiterbildungsmöglichkeiten und ein Onboarding-Papier sind bereits umgesetzt.

Personalbindung ist wichtig für unsere Zukunft; Verbesserung der Arbeitsatmosphäre und -bedingungen; Digitalisierung; Führung auf Augenhöhe und offene Kommunikation; Wertschätzung der Mitarbeitenden; breitere Werbung für ausgeschriebene Stellen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen seltener ihren Arbeitgeber, sie verlassen eher ihre Führungskraft. Ich stehe für ein gutes Miteinander, klare Zuständigkeiten, Strukturen, Wertschätzung, individuelle Förderungen, digitale Weiterbildung und eine offene Tür!

Die Attraktivität der Arbeitsplätze ist der Schlüssel. Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um Wertschätzung. Die Arbeit ist auch dadurch zu honorieren, dass sich die Menschen darin wiederfinden. Respekt erweise ich auch, wenn ich selbst mit den Themen vertraut bin.

Was beabsichtigen Sie für den sozialen Zusammenhalt in der Gemeinde zu tun?

Mühltal war bisher nie ein sozialer Hotspot und soll es auch nicht werden. Extremer Wohnraummangel für sozial Schwächere und für anerkannte Geflüchtete sind nur gemeinsam mit unseren Bürger/innen behebbar. Bei Konflikten miteinander kommunizieren, Lösungen erarbeiten.

Sozialer Zusammenhalt hier ist bereits herausragend; Ehrenamt besser würdigen und stärken; offene Kommunikation pflegen (Sprechstunde); nachbarschaftlichen sozialen Zusammenhalt, Kultur und Austausch fördern.

Eine bessere Öffentlichkeitsarbeit zur Information und Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger. Öffentlichen Treffpunkten wie z.B.: Modau-Randweg, Datterichplatz oder Dorfgemeinschaftshaus Nieder-Beerbach müssen aufgewertet werden. Vereine & kulturelle Angebote fördern.

Die neuen Gräben in der Gesellschaft, die es leider auch in Mühltal gibt, dürfen nicht noch weiter vertieft werden. Unter dem großen Dach unserer verfassungsmäßigen Ordnung ist für viele unterschiedliche Auffassungen Platz. Dafür trete ich ein und das hält uns zusammen.

Halten Sie das derzeitige Angebot / Öffnungszeiten der Jugendförderung als bedarfsgerecht?

Die gemeindliche Jugendförderung – eine freiwillige Leistung – leistet gute Arbeit. Das Engagement in den Vereinen können und wollen wir nicht ersetzen. Jugendliche ohne Vereinsbindung sind herzlich willkommen. Mehr geht immer, doch dafür Personal zu finden, ist schwer.

Ich war federführend gegen Widerstand der CDU und der FDP bei der Schaffung einer zweiten Stelle in der Jugendförderung. Sobald diese Stelle besetzt ist, können die Öffnungszeiten ausgebaut werden.

Ich wünsche mir einen Ausbau der Öffnungszeiten! Ich habe für diesen Bereich viele Ideen. Die Jugend- (und Seniorenförderung) leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Für ein breiteres Angebot wurden vom Parlament zwei weitere Halbtagsstellen genehmigt.

Die Jugendarbeit unserer Vereine leistet sehr viel, mehr als in vielen anderen Kommunen. Es gibt aber auch Jugendliche, die sich in der Jugendpflege der Gemeinde besser aufgehoben fühlen. Welche konkreten Erwartungen bestehen, sollten am besten die Betroffenen darlegen.

Wann geht es mit dem Ausbau der „Aldi Autobahn“ weiter um die anderen Straßen (Bergstraße) zu entlasten?

Die Machbarkeitsstudie zum Ausbau wurde in einer ersten Infoveranstaltung vorgestellt. Zeitrahmen mit Ausbau und Widmung dieses Feldwegs zu einer Straße: ca. 6 bis 8 Jahre – nach einem positiven Beschluss der Gemeindevertretung zur Aufstellung eines Bebauungsplans.

Innerörtlicher Verkehr muss überall verringert werden; Tunnel muss durch intelligente Verkehrsgestaltung attraktiver werden als alle Ortsdurchfahrten; Entlastung der Anwohner*innen in Ortsmitten durch weniger Lärm und Abgase.

Ich bin für die Öffnung der „Aldi-Autobahn“ nach verkehrsberuhigtem Ausbau, in diesem Zusammenhang soll auch die Alte Darmstädter Straße saniert werden, möglichst inklusive Zebrastreifen und Radweg. Der Verkehr soll gerecht auf die Ortsteile verteilt werden.

Das Kind ist in den Brunnen gefallen, als die Gemeinde die gerichtliche Mediation dazu abgebrochen hat. Die Gemeinde wollte keinen Kompromiss, sondern ein Urteil. Das ist nun da und danach wird es sehr schwer bis unmöglich, die Aldi-Autobahn auszubauen.

Was wird für Sie als Bürgermeister*in die schwierigste Aufgabe / Anforderungen sein? Wie lösen Sie dennoch diese Aufgabe?

Es gibt zahlreiche nicht umgesetzte Beschlüsse der Gemeindevertretung. Das reicht für 5 Jahre. Wünsche gibt es für ca. 50 Mio. Euro – ohne Liegenschaften, Infrastruktur und einen vierzügigen Kindergarten. Beschlüsse im Rahmen unserer Möglichkeiten werden umgesetzt.

Die größte Herausforderung wird sein, unterschiedliche Bedürfnisse der verschiedenen Interessensgruppen (Fraktionen, Bevölkerung, Vereine, etc.) zusammenzubringen, was ich durch transparente Kommunikation und meine hohe Kooperationskompetenz angehen werde.

Wir haben mittlerweile einen sehr hohen Investitionsstau. In vielen Bereichen wurde zu wenig umgesetzt und da gilt es Stück für Stück anzupacken: unser Wassernetz, Feuerwehrhäuser bzw. gemeindeeigene Immobilien, Schwimmbad Traisa, sowie Straßen und Gehsteige…

Es gibt drei Sachverhalte, von denen jeder für sich bereits herausfordernd ist: Die Finanzkraft sinkt, das Klima bereitet Probleme und gegenwärtig kommen viele Flüchtlinge auch nach Mühltal. Da gilt es, mit Optimismus den aktuellen Stand erst einmal zu halten.

Wie wollen Sie Familien unterstützen?

Mit einer verlässlichen Kinderbetreuung im U3- und im Ü3-Bereich und langer Betreuungszeit. Mit  Unterstützung bei der Suche nach Wohnraum für Empfänger/innen von Bürgergeld. Zudem sollen unsere Vereine gestärkt werden, damit ein gutes Freizeitangebot vorhanden ist.

Bedarfsgerechte Kinderbetreuung als hohe Priorität; Freibad kostenlos für Kinder; gestärkte Jugendförderung; Gemeindepfleger*innen als psychosoziales Beratungsangebot für alle Lebensbereiche einführen; Midkom (on demand Bus) ausbauen.

Wir brauchen ausreichende und bedarfsgerechte Betreuungsangebote für Kinder. Eine gute medizinische Versorgung ist mir wichtig. Ich möchte Treffpunkte für Familien schaffen, z.B. rund um den Fliederplatz. Sprayer-Wände für Jugendliche wäre eine Idee.

Für mich ist Kommunalpolitik Familienpolitik. Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Junge Familien haben heute doppelte bis dreifache Aufgaben, das muss anerkannt werden. Themen wie Kinderbetreuung, Spielplätze und das Schwimmbad stehen auf meiner Agenda oben.

Wie möchten Sie das Ehrenamt, zum Beispiel die Freiwilligen Feuerwehren, in Mühltal stärken?

Gute Ausstattung aller Kameradinnen und Kameraden mit Notebooks und Handys, mit Kleidung und Ausrüstung, auch digital. Bei den Fahrzeugen sind wir mittlerweile auf Stand. Der Neubau der Feuerwehr in Nieder-Beerbach kommt jetzt, die Erweiterung in Waschenbach folgt.

Offene Kommunikation und regelmäßiger Austausch zwischen Ehrenamtlichen und Bürgermeisterin; Wertschätzung des Engagements und Abbau von Bürokratie; Ehrenamtsdatenbank; Berücksichtigung allen ehrenamtlichen Engagements auch außerhalb von Vereinen.

Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe der Kommune und hat höchste Priorität. Als Werkfeuerwehrmann kenne ich die Bedeutung von optimaler Ausrüstung, technisch konformer Gebäude und rechtzeitiger Fahrzeuganschaffungen. Ehrenamtliche Arbeit schätze ich sehr und fördere sie.

In die Gemeindevertretung habe ich beispielsweise einen Antrag eingebracht, um einen Ehrenamtstag zu begehen. Ganz einfach könnten sich hier die vielen Ehrenamtlichen einmal pro Jahr treffen. Das Engagement soll gewürdigt werden und sie könnten sich weiter vernetzen.

Wie stehen Sie zu einer Bebauung des Bahnhofbereiches mit Wohnungen etc. wie dies vorgestellt wurde?

Mühltal benötigt zusätzlichen Wohnraum, denn die Nachfrage ist groß. Alles, was auf den Markt kommt, ist sofort weg. Hier entscheidet alleine die Gemeindevertretung mit ihrer politischen Mehrheit. Ich habe den Weg mit dem Aufstellungsbeschluss „Bahnhofsgelände“ geebnet.

Konzept in Grundsätzen gut, aber Ort ist aufgrund Verkehrssituation, Lage und Schulanbindung ungeeignet. Neue Flächenversiegelung darf nur passieren, wenn wirklich viele soziale Wohnungen kommen und die oben genannten Probleme gelöst sind.

Fakt ist, dass bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt wird. Der Investor muss dafür ein schlüssiges Konzept liefern, ebenso für die Zu- und Abfahrt. Eine weitere KiTa und mehr Gewerbeflächen wären sinnvoll.

Es wurde viel Natur zerstört, die Frischluftversorgung Nieder-Ramstadts beeinträchtigt, die Parknot verschärft und die Entwicklungsmöglichkeit der Bahn begrenzt. Dagegen zeigen schon die Bebauungspläne, dass vor allem richtig teure Wohnungen entstünden. Ich bin dagegen.

Wie wichtig ist Ihnen Ihre Partei, welche Rolle spielt diese für Sie?

Als Amtsinhaber kandidiere ich nun als unabhängiger Kandidat. Bei acht Fraktionen macht für mich, vor dem Hintergrund der vielen wechselnden Mehrheiten bei den Beschlussfassungen, eine Bindung an eine Partei keinen Sinn. Ich kann meine Meinung auch so gut einbringen.

Amt der Bürgermeisterin ist parteiübergreifend, hat nichts mit Bundes- oder Landespolitik zu tun; die Grünen unterstützen mich und ich teile ihre grundlegenden Werte.

Als Bürgermeister setze ich mich für meine Heimatgemeinde ein!
Eine starke CDU unterstützt mich dabei, in der Gemeindevertretung gute und mehrheitsfähige Lösungen für die Bürgerinnen und Bürger zu finden. In erster Linie bin ich parteiübergreifend Bürgermeister für alle.

Ich kandidiere als Unabhängiger, weil ich keine Abhängigkeit von einer Partei oder Wählergemeinschaft will. Den Wahlkampf zahle ich selbst, es gibt auch keine Abhängigkeit von Finanziers. Ich bin allein der Mühltaler Bürgerschaft und unserer Ordnung verpflichtet.